Endless Summer 2015

Adventures around Taupo

Zentral auf der Nordinsel Neuseelands gelegen, ist der wunderschöne Lake Taupo Dreh- und Angelpunkt unserer letzten abenteurlichen Reisewoche gewesen: Vulkanisch heißer Schlamm, Völkerwanderung, LEDs und Schafe… sehr viele Schafe!

Wieder alleine reisend ging es für uns von der Bay of Plenty weiter bis nach Napier an der Ostküste. Die Stadt mit den inoffiziell meisten Sonnenstunden Neuseelands konnte uns für einen kurzen Tagesausflug vollends überzeugen. In der langgezogenen Hawke’s Bay liegt dieses außergewöhnliche Städtchen, das im Jahre 1931 von einem Erdbeben beinahe vollständig zerstört wurde. Zum touristischen Glück für Napier hat man beschlossen, den Ortskern im Stil der 30er Jahre neu aufzubauen und darf sich seither „Hauptstadt des Art Deco“ nennen. Für uns besonders spannend ist, dass auch heute noch vergleichsweise viele Einwohner im 30er-Jahre Outfit durch die Straßen laufen. Und auch die Mode (und Brillenmode) ist höchst ausgefallen für diesen Teil des Erdballs. Chic noir lässt grüßen!

Tags darauf ging es wieder zurück zu unserem „Basislager“ in Tokaanu am Lake Taupo, wo wir wirklich coole Abenteuer erlebt haben: Einen Bootausflug zu riesigen Steinmetzarbeiten der Maori direkt im Taupo See; eine „Selfguided“ Kayak Tour durch Bach, See und Kanal; Brückenspringen; eine Wanderung zu den Huka Falls; Trout Fishing (Forellen) und zum Abschluss noch eine Erkundungstour mit den Bodyboards entlang des Gebirgsbaches, der gleich hinter unserem Haus vorbeifließt. All dies in einer geothermal äußerst aktiven Gegend, wo es schon mal vorkommen kann, dass man mitten im vulkanischen Nebel steht oder sich im vulkanisch heißen Schlamm die Fußsohlen anbrutzelt.

Das absolute Highlight war aber mit Sicherheit die bisher längste Wanderung auf unserer Reise: Das „Tongariro Alpine Crossing“ ist ein 19,4km langer Wanderweg rund um den Mount Tongariro bis auf 1880 Höhenmeter, der insgesamt einer Völkerwanderung ähnelt. Tausende Wanderer überqueren hier täglich in knapp 7 Stunden (in eine Richtung) einen kleinen alpinen Pass und marschieren dabei bei mehr als spektakulären Gebirgsformationen und wunderschönen Bergseen vorbei, bis sie schließlich in einem anderen Tal als gestartet ankommen. Die Hingucker auf dem Weg: Mt. Ngauruhoe – der Schicksalsberg aus „Herr der Ringe“; der Red Crater (auch bekannt als „Pussy Mountain“ – Bilder sagen mehr als tausend Worte); der schneebedeckte Mt. Ruahepu und die Emerald Lakes, die mit einer unglaublichen Farbpracht faszinieren.

Red Crater a.k.a. Pussy Mountain

Red Crater a.k.a. Pussy Mountain

Wie auch unsere Bilder zeigen, ein absoluter Wahnsinn und absolut 100% empfehlenswert. Für Tati der bisher schönste Platz auf unserer Reise! Kleiner Wermutstropfen zum Ende des Crossings – wenn man in Neuseeland das Autolicht nicht abdreht und 8 Stunden an hat, passiert nämlich folgendes: Das selbe wie zuhause!!! Die Karre bei absolut leerer Batterie und Schotterstraße anzurollen, gestaltete sich gleich wertlos wie Starthilfe durch einen hilfsbereiten Kiwi. Da musste leider der neuseeländische ÖAMTC her, bis wir völlig fertig wieder in unser Basislager zurückkehren konnten.

Zum Abschluss unserer Abenteuer am Lake Taupo, haben wir noch einen Trip in den Westen zum Mt. Taranaki unternommen und dabei den „Lost World Highway“ kennen gelernt. Also mit Highway hat das Ganze absolut nichts um Hut. Einspurige Schotterstraßen über 40km hinweg, ein einziger Mikro-Tunnel und ansonsten nur kurvigste Bergstraßen und Schafe auf beiden Straßenseiten… sääääähhhr viele Schafe. Resultat: 5 Stunden Autofahrt für die knapp 200km lange Strecke. Auf diesem Weg ist uns erst richtig bewusst geworden, dass die Bezeichnung der Neuseeländer als „Bauern“ gar keine Beleidigung, sondern eher eine Würdigung ist – solche riesige Wiesen und Tierherden haben bei uns nicht mal Großbauern.

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Festival of Lights – New Plymouth

Am Ende dieses „Slowways“ ragt der mächtige Mt. Taranaki mit fast 3000m in den Himmel. Ein imposanter Krater, der mich mit seiner schneebedeckten Spitze sofort an den japanischen Fuji erinnert hat. Als er dann auch noch in New Plymouth im Hintergrund einer roten Holzbrücke hervorragte, war das Japan-Flair nicht mehr wegzuleugnen. Dieser Teil der Nordinsel ist bekannt für die zahlreichen coolen Surfspots – daher auch Surf Highway genannt – da auf einer Seite des Mt. Taranaki stets ablandige Winde entstehen und sich somit auch immer irgendwo ein gutes Surf-Platzerl ergibt. Drei Mal dürft ihr raten: No Surf…. No Problem! Dafür konnten wir zumindest am Abend zufällig das „Festival of Lights“ genießen, wo der lokale Stadtpark mit LEDs vollgebombt und eine kleine aber feine Bühne aufgebaut wurde. Augartenfest im LED-Style… Supercool! Eine Riege von Kiwi Singer/Songwriter wurde zusammen auf diese Bühne gepackt und die zeigten uns dann, wie cool ein Musik-Festival für die ganze Familie aussehen kann. Ziemlich beeindruckend, wie 3 Generationen zusammen vor einer Bühne tanzend abgehen können. Prädikat: Nachahmenswert!

Das waren unsere Abenteuer am Lake Taupo und wir sitzen bereits im InterCity Bus nach Wellington, wo wir die nächsten 9 Tage Capital-Luft schnappen werden. Danke nochmals an unseren Host – es war uns eine große Ehre! Bis dahin liebste Kiwi Grüße aus unserem Endless Summer!

HIER kommst du zur Taupo Action-Gallerie!

2 Kommentare zu “Adventures around Taupo

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