Endless Summer 2015

Das Leben im Campervan…

…und andere unglückliche Zustände. In diesem Beitrag berichte ich über eine wechselhafte Woche mit deutlichem Minus auf der materiellen Seite.

Man könnte sagen, es hätte deutlich besser laufen können in den vergangenen Reise-Tagen, die wir seit Brisbane in unserem Toyota Hiache Campervan verbringen. Begonnen hat alles mit einem Kamera-Fehler, der uns ständig überbelichtete Fotos lieferte. Egal, wie schön die Vorschau auch war – sobald der Auslöser gedrückt wurde, war das fertige Bild beinahe nur mehr weiß. Es hat uns etwa zwei Tage und viele wunderschöne Bilder gekostet, bis wir entdeckt haben, dass eigentlich nur unser Objektiv und nicht die Kamera selbst kaputt gegangen ist. Die Gründe dafür bleiben ungeklärt, wobei ein Sturz eindeutig auszuschließen ist. Ein passendes, neues Objektiv konnte problemlos gefunden werden und zumindest unsere Kamera läuft jetzt wieder auf Vollbetrieb.

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Unser Toyota Campervan in Noosa

Von uns kann man das leider nicht behaupten, denn das Leben im Campervan ist doch eher kräfteraubend, da sich in diesen 3m³ Raum ja alle Dinge des täglichen Lebens abspielen. Zusätzlich du den Dingen, die gerade der Vorstellungskraft entspringen, rede ich hier von Moskito-Jagd, Gepäcks-Tetris, Kaffe-Kannen-Tango mit Schwerverletzten sowie Abend-Schweiß und nächtlichem Frieren. Da wir in den Disziplinen 2 und 3 nicht allzu versiert sind, müssen wir bereits über Opfer klagen: Eine Kaffekanne ging komplett in Scherben auf, eine kleine Delle wurde durch die herunterfallende Laptop-Tasche in die Ukulele eingedrückt und auch Tatis Handy hat nun endgültig durch einen Display-Bruch seinen Geist aufgegeben. Resümierend muss man sagen, dass diese Tage eher „ausgabenlastig“ waren.

Vor der finanziellen Misere haben wir uns nämlich auch noch ein Surfboard und mobiles Internet geleistet, da wir ja ab jetzt bis Weihnachten stets an surf-baren Stränden unterwegs sind und uns die Tatsache, WiFi nur bei McDonalds zu bekommen, wirklich „angezipft“ hat. Natürlich hat das Surfboard unser Campervan-Platzproblem nicht gerade verbessert und die kürzlich gekaufte australische SIM-Karte passt nun nicht ins neue Handy von Tati, was sie bereits etwas verzweifeln ließ. Aber was soll’s… alles wird wieder gut! Angesichts der Weltpolitischen Lage ist das ohnehin wieder einmal Sudern auf allerhöchstem Niveau.

Zur Reise-Route: Diese führte uns von Brisbane bis zum „Rainbow Beach“ im Norden der berühmten Sunshine-Coast. Dort gibt es neben ganz viel weißem Sand (siehe: Great Sandy Nationalpark) auch eine Bucht, wo sich frei lebende Delphine jeden Morgen füttern lassen. Achtung: Highlight-Gefahr! Die restlichen Strände der Sushine Coast ähneln einander zwar ziemlich, aber sind dennoch irrsinnig schön: Noosa, Marouchydore, Mooloolaba und Caloundra waren auf unserer Route vertreten. Ein kurzer Abstecher in die Glasshouse Mountains brachte abschließend noch etwas Nationalpark-Abwechslung.

Ein letzter Exkurs zum Übernachten im Campervan: Bei unserem letzten Aufenthalt in Australien waren wir noch blauäugig genug um mit dem Campervan einfach irgendwo am Strand stehen zu bleiben um dort zu übernachten. Damals wie heute stehen dafür aber mächtig hohe Strafen ins Haus. Es gibt nun drei Möglichkeiten zu übernachten: 1.) Auf einem Caravan-Park, wo man fließendes Wasser, Strom und ein WC direkt vor Ort hat. Dafür bezahlt man aber zusätzlich zur Campervan-Miete lockere 45 Dollar pro Nacht. 2.) Camping-Plätze in Nationalparks kosten knappe 10 Dollar, bieten jedoch einzig ein Plumps-Klo und nervige Nachbars-Camper die Tag und Nacht ihr Camping-Feuer nachheizen. 3.) Illegales Übernachten am Straßenrand in irgendwelchen Hinterland-Straßen. Möglich, aber irgendwie schläft man gar nicht gut und muss auch die WCs und Duschen am Strand nutzen. Bei Dunkelheit hinparken, hoffen und möglichst früh wieder losfahren. Wir haben uns bisher mit einem Mix aus allen 3 Varianten durchgeschlagen, mal sehen wie das so an der Gold Coast weitergeht.

Gratulation an dieser Stelle an Carina Hödl, die unser letztes Gewinnspiel mit einer Punktlandung gewonnen hat: Genau 25 Flüge haben Tati und ich unserem Planeten bereits angetan und mehr als 31.000 Flugmeilen zurückgelegt! Bravo und Bravo!

Ansonsten keine Neuigkeiten unsererseits – alles wieder fit. Tati liest und Uwe übt Ukulele. Bis demnächst – aus unserem Endless Summer!

Mehr Bilder von der Sunshine Coast gibt es HIER!

2 Kommentare zu “Das Leben im Campervan…

  1. siegrid weitzer

    Na, na, na meine Lieben!
    Kamera, Moskito, Kaffeekanne kaputt….. usw.
    Schaut euch doch eure Bilder an!!!
    Da ist doch alles unangenehme sofort vergessen oder?
    Suuuper Zeit beim Surfen wünscht mum

  2. Eva Stickling

    Tragisch,schlimm,oder einfach nur Pech, oder doch schlechte Sternenkonstelation……
    Wenns läuft dann läufts…aber net den Mut verlieren, ab jetzt wird alles wieder gut…,habs für euch bestellt in den⭐️🌟⭐️🌟✨✨

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