Endless Summer 2015

Der Duft von Apfelkernen und Eierschasen

Nein, der Schwefel-Duft hat uns zum Glück nicht die ganze letzte Woche begleitet. Jedoch in den 2 Tagen in Rotorua war er allgegenwärtig. Die Apfelkerne fanden wir im Auenland der Hobbits wieder.

Nach der Halbinsel Coromandel ging es weiter in den Süd-Westen nach Raglan, der Surfmetropole Neuseelands. Mit dem Wetter ging es deutlich bergauf, was man von unserer Surfleistung jedoch leider nicht behaupten kann. Nur wenige Tage zuvor in der Matauri Bay hatten wir einen super Surftag, der endlich wieder dieses tolle Gefühl des Wellenreitens in uns aufkommen ließ, aber anscheinend sind uns die top Surfspots nicht wohl gesonnen. Perfekte Surfkonditionen auf den bekannten Stränden wie in der Manu Bay sind zwar für Profis top, für zwei Anfänger wie uns bedeutet das aber leider 4 Meter hohe Wellen und der pure Kampf ums Überleben. :-)

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Uwe beim Überlebenstraining

Von Raglan ging es weiter zu den Waitomo Caves. Uwe, Mama und Wolfi meldeten sich für die einzigartige Black-Water-Rafting Tour an. Ich wählte wegen meiner starken Erkältung die trockene Variante und besuchte die Glühwürmchen-Tropfsteinhöhle ohne Gummireifen unterm Hintern. Beide Touren waren für uns ein einmaliges Erlebnis, einmal Action pur in den dunklen und engen Höhlengängen und die zweite Tour bietet magische Augenblicke in der von den Glühwürmchen grün schimmernden Höhle – also am besten beide Touren bei einem Besuch machen!

Der nächste Tag führte uns in eine Fantasiewelt namens Hobbiton, bekannt aus „Herr der Ringe“ und der „Hobbit“. Es ist wirklich erstaunlich, welcher Aufwand an einem ein Filmset für eine Spielsekunde betrieben wird. So wurden extra neuseeländische Äpfelbäume angepflanzt, nur um dann Blatt für Blatt und Apfel für Apfel sorgfältig abzuklauben und sie durch Pflaumen und Pflaumenblätter zu ersetzen. Aber der neuseeländische Pflaumenbaum wächst halt zu hoch und hätte für die Einstellung nicht zu den kleinen Hobbits gepasst. Das ist aber nur eine der tausend unglaublichen Geschichten, die an diesem Filmset wirklich stattfanden. Unfassbar!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Viel Spaß auf der „Hobbiton“ Farm

Unser nächster Stopp führte uns zu einem Freund an den Lake Taupo. Dieser See ist 32x größer als der Wörtersee und wirkt daher schon fast wie ein Meer. Zum Abendessen gab es selbst gefangene und geräucherte Riesen-Forellen. Bei mir haben zwar gleich zwei angebissen, aber leider mussten beide wieder zurück in den See. Nur die gefangenen Fische von den Jungs wurden verspeist. Ich glaube da kam ein wenig der männliche Stolz durch, sodass meine nicht für den Verzehr geeignet waren…

An dem für Adrenalin bekannten See führte kein Weg am Sky Diving vorbei. Ich war leider noch immer erkältet und ging somit für den Sprung nicht durch, aber die drei Adrenalinjunkies alias die „drei Muskeltiere“ ließen sich dieses Erlebnis natürlich nicht entgehen. Aus 3.300 Meter Höhe sprangen sie jeweils mit einem Partner hinten dran aus dem Flugzeug und stürzten sich für 40 Sekunden im freien Fall dem Erdboden entgegen. Aber es hatte auch Vorteile dass ich herunten wartete – so konnten zumindest Beweisfotos geschossen werden.

Am Abend ging es schon weiter in das Maori Dorf „Tamaki“ in der Nähe von Rotorua. Übungstechniken für den Nahkampf wurden am eigenen Leib erprobt und auch der berühmte Haka, der Einschüchterungstanz der Maoris, wurde den männlichen Besuchern des Dorfes gelehrt. Nach einer Musik- und Tanzvorführung gab es ein Abendessen, welches nach Maori-Art gekocht wurde. Hierzu wird heißer Vulkanstein in einem Erdloch benötigt. Nachdem zuerst Fleisch, dann Gemüse darauf verteilt wurde, wird das Loch mit Jutesäcken und Erde zugeschüttet. Und voilá: das Essen ist zubereitet.

Großes Glück hatten wir in dieser nach Schwefel stinkenden Stadt auch noch: Ein Rugby Turnier der Spitzenklasse fand in der eigentlichen Rugby-Nebensaison statt. Dies durften wir natürlich nicht verpassen und ließen uns von dem Nationalsport mitreißen. Alle Spielregeln haben wir zwar auch nach den 4 Stunden zusehen nicht verstanden, aber Spaß hat es trotzdem gemacht!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Purer Kampfgeist beim Rugby Turnier

Die beiden letzten Tage mit Mama und Wolfi ließen wir in der Bay of Plenty ganz gemütlich ausklingen. Zwar gab es wieder Regenwetter, doch das war uns bei all den Hot Water Pools egal. Von jetzt an heißt es wieder alleine Weiterreisen für uns. Dies machen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wobei wir zwei schon ein so eingespieltes Team geworden sind, sodass dann doch die Vorfreude auf unsere weiteren Abenteuer und somit das lachende Auge größer ist.

Jetzt wo auch endlich in Neuseeland der Sommer angekommen ist, tun wir uns leicht euch wieder „all the best“ aus unserem Endless Summer zu wünschen!

HIER kommst du zur passenden Foto-Gallerie!

Ein Kommentar zu “Der Duft von Apfelkernen und Eierschasen

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>