Endless Summer 2015

Love, Peace, Happiness…und Luxusprobleme

Hier in Kalapana, einem kleinen Dorf an der Ostküste auf Big Island, Hawaii, fühlen wir uns wie in die 60er Jahre zurückversetzt. Auch wenn wir damals noch nicht geboren waren, haben wir jetzt ein Gefühl dafür bekommen, was es heißt, ein Hippie zu sein: wir waren Autostopper, haben Autostopper mitgenommen, lebten in einem autarken Haus, öffneten selbst Kokosnüsse mit einer Machete, und teilten vor allem viel Liebe!

Nach dem hektischen Abflug von Honolulu – wir hätten fast unseren Flug versäumt – landeten wir auf der entspannten und größten hawaiianischen Insel. Der erste Tag war leider noch verregnet, doch die nahe gelegenen, vom Vulkan aufgeheizten Meerwasserbecken eigneten sich perfekt für solch einen Tag. Im Vulkan-Nationalpark konnten wir weitere Naturwunder bestaunen: geothermische Rauchwolken, die dem gesamten Areal einen mystischen Charakter verleihen, Lavatunnel und unser Highlight war das Lavaglühen am Kraterrand nach Sonnenuntergang. Leider gibt es zur Zeit keinen aktiven Lavastrom auf Big Island – noch im Februar wurde der Supermarkt in unserem Dorf evakuiert, da nur wenige Meter dahinter der Lavastrom alles mit sich riss.

Dampfende Quellen am Kilauea

Dampfende Quellen am Kilauea

Nach Sonnenuntergang fuhren wir den höchsten Meeresvulkan „Mauna Kea“ hoch um mit unzähligen Teleskopen den Sternenhimmel zu bewundern. Jedes war auf ein anderes Sternenbild eingestellt und die Milchstraße war mit freiem Auge zu bestaunen. Überhaupt haben wir noch nie so viele Sterne und Sternschnuppen gesehen. Wir hatten aber auch Glück: keine einzige Wolke verdeckte die Sicht auf das Himmelszelt. In dieser ruhigen und sehr, sehr dunklen Nacht wurde uns wieder mal bewusst, wie klein wir doch sind in dieser großen Welt.

Der nächste Ausflug führte uns auf die andere Seite der Insel, nach Kailua-Kona , wo alljährlich der Ironman stattfindet. (Wir waren leider 2 Tage zu früh dran, und so sahen wir nur unzählige Athleten trainieren) Mit einer kleinen Yacht, zugelassen für 30 Personen, machten wir uns zu viert exkl. Crew auf den Weg um mit Delfinen schwimmen zu gehen. Gleich bei der Ausfahrt aus dem Hafen begleiteten uns die ersten „Flaschennasendelfine“, doch dies sollten auch die einzigen für die nächste Stunde sein. Wir sausten die ganze Westküste bis nach „Kawaihae“ rauf und die Hoffnung fing langsam zu schwinden an, als wir dann endlich auf Spinner-Delfine stießen. Diese können sich 6,5 Mal in 1,25 Sekunden drehen, was ihnen auch ihren Namen verleiht. Wir sprangen ein Stück vor den Delfinen ins Wasser und warteten dann ab, bis sie bei uns vorbeischwammen und begleiteten sie dann ein paar Tempi. Ein Delfin war jedoch sogar so neugierig, und kam zu mir zurück geschwommen um mich ganz neugierig zu bestaunen. Zum Glück war es nach diesem Schnorchelgang noch nicht zu Ende und wir konnten diese wunderbaren Tiere noch 2x von Nahem beobachten. Dies war für mich eines der – wenn nicht sogar DAS schönste Erlebnis überhaupt.

Schwimmen mit Delfinen

Schwimmen mit Delfinen

Da wären wir auch schon bei unseren Luxusproblemen: Wir können uns nicht entscheiden, welcher Ausflug uns am besten gefallen hat. Mit den Robben auf den Galapagos zu spielen war der Wahnsinn, mit Delfinen im offenen Meer zu schnorcheln war schon immer mein Traum und auch der nächste Ausflug steht dem um nichts nach: Wir gingen bei Nacht mit Manta-Rochen schnorcheln. Auf einem Surfboard waren Lichtstrahler befestigt, sodass sich das Plankton vermehrt auf der Unterseite des Boards festsetzte. Dies zog die Manta-Rochen an und so glitten sie nur wenige Zentimeter von uns entfernt mit ihren riesen Mäulern und einer Spannweite bis zu 4m an uns vorbei. Dieses Erlebnis ist nur mehr schwer zu toppen, doch wie schon gesagt… das sind unsere Luxusprobleme…

Den Mauna Kea besichtigten wir auch nochmal bei Tageslicht. Um auf den Gipfel zu kommen benötigt man jedoch einen Allradler, den wir nicht hatten. So hofften wir auf gutes Karma als wir eine „Camperin“ mit in die Stadt nahmen und stoppten selbst Auto um auf die 4200m zu kommen. Ob es das Karma oder einfach nur Glück war – gleich das erste Auto nahm uns mit hoch. Das letzte Stück gingen wir dann zu Fuß da wir noch genug Zeit hatten bevor unsere private Subaru–Teleskop-Tour begann. Dieses riesige Teleskop zählt zu den größten Teleskopen weltweit und kann nur an wenigen Tagen im Monat besichtigt werden. Die gratis Tour war sehr beeindruckend, wenn wir auch mehr das Teleskop bestaunten, als von der japanisch-englischen Führung verstanden. 😉 Nein, ganz so schlimm war es nicht, und so haben wir erfahren, dass der Empfangsspiegel 4 Jahre brauchte um erstellt zu werden und über 4 Tonnen wiegt.

Mittwoch Abend ist Uncle Robert‘s – Zeit. Dann entpuppt sich unser kleines Dorf Kalapana zu einer echten hawaiianischen Hippie-Partymetropole. Uncle Robert selbst ist leider schon verstorben, doch zuvor erwirkte er noch, dass sein kleiner Landabschnitt nicht zu den USA gehört, sondern „Kingdom of Hawaii“ ist. Kleine Marktstände teilen mit freien Musikern das Land. Es wird gesungen, getanzt, getrunken und geraucht – alles was zu einem Hippiefest gehört. Wir verbrachten mit unseren Vermietern Gigi und Robert einen unvergesslichen Abend!

Uncle Robert's Band

Uncle Robert’s Band

Bevor wir uns dann auch schon wieder die Weiterreise antraten, fuhren wir noch zu dem einzigartigen Green-Sands-Beach. Durch das Mineral „Olivin“ im Lavagestein entstand dieser besondere oliv-grüne Sandstrand über Jahrtausende hinweg.

Nach all den kitschigen Traumstränden auf Oahu, war Big Island mit seiner Naturvielfalt und den 8 von 11 Klimazonen für uns die richtige Entscheidung! Kalapana mit all seinen Einwohnern und Campern (eigentlich Obdachlose, aber sie bezeichnen sich lieber als Camper) gab uns so viel zurück und lehrte uns achtsam mit uns und der Umwelt umzugehen und dass unser Aussehen wirklich nur die Hülle von einem Buch ist – man weiß nie was drinnen ist!

Mit all der Liebe geht es nun weiter nach Fiji und wir hoffen ein wenig von dem Hawaiian Spirit weitergeben zu können!

HIER kommst du zu den absolut unglaublichen Bilder der Big Island! Viel Spaß!

2 Kommentare zu “Love, Peace, Happiness…und Luxusprobleme

  1. Bianca

    hallo ihr zwei!
    hatten auch eine unvergessliche Zeit auf der Big Island. waren auch beim Hippie Fest beim Uncle Robert-war super lustig.wir waren auch mit den Delphinen schnorcheln,aber das schnorcheln mit den Mantas hat uns fast noch besser gefallen.es waren 4 Stück Manta Rochen vor dem Sheraton inklusive dem Original „Leftie“. sie kamen bis zu 10 cm knapp an uns heran -einfach der Wahnsinn.
    Leider geht es für uns nach Hause.Viel Spaß noch auf eurer Weltreise.falls ihr auch nach Schweden kommt (Göteborg) dann lasst es mich wissen.wir haben ein Gästezimmer 😄

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