Endless Summer 2015

Te Papa of Wellington

Wellington ist zugleich die südlichste und auch ein der kleinsten Hauptstädte der Welt. Für diesen außergewöhnlichen Teil Neuseelands gilt allerdings: Klein, aber oho! Vor allem das neuseeländische Nationalmuseum „Te Papa“ hat es uns vollends angetan!

Mit dem Bus ging es von Turangi aus nach Wellington, das ja nicht gerade sehr berühmt für schönes Wetter ist. Die Kesselform der Mini-Stadt direkt am Pazifik zieht Schlechtwetterfronten wie magisch an und auch der Wind ist hier üblicherweise ein stetiger Begleiter. Genau so wurden auch willkommen geheißen, wobei sich das Wetter in den folgenden Tagen deutlich besserte und bis Ende unserer Reisewoche gab es sogar rekordverdächtige 39°C. Ein gelungener Ausgleich zu den ersten Tagen bei den Kiwis. Von der Stadt-Größe her etwa mit Graz vergleichbar, gibt es auch in Wellington eine Art Schloßberg mit historischer Seilbahn und dazu passendem großartigen Ausblick vom Botanical Garden aus über die Stadt und den Hafen. Ziemlich genau gegenüber – am anderen Ende des Kessels – haben wir bei unserem Host, Alexander, am Fuße des Mount Victoria gewohnt. Das gesamte Stadtzentrum liegt in Fußmarsch-Distanz und unsere Wohnung war wirklich in absoluter Top-Lage!

Das Kronjuwel Wellingtons ist mit absoluter Sicherheit das Nationalmuseum „Te Papa“. In diesem riesigen Komplex befinden sich – aufgeteilt auf 5 Stockwerke und einen mächtigen Außenbereich – Ausstellungsstücke und Sammlungen, wie wir sie noch nie präsentiert bekommen haben. Das Hauptaugenmerk liegt hier vor allem auf Interaktivität und Erlebnis. Ein Beispiel: Das Te Papa ist das einzige Museum der Welt, das einen Riesen-Tintenfisch in seinen Ausstellungshallen hat (also einen Calamari fritti, ohne Pfanne – aber dafür 4,5m lang). Um dieses zu verdeutlichen, kann man eine Kurz-Doku über den zufälligen Fang ansehen, eine 3D-Animation über das Leben der Riesentintenfische miterleben und im Anschluss noch die Silikon-Modelle der Tentakeln und Augen selbst angreifen. Wahnsinn! Es gibt einem das Gefühl, dieses Tier wirklich „begreifen“ zu können! Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt. In anderen Teilen dieses wirklich großartigen Museums lernt man über die Geschichte des „Haka“ (Maori Kampftanz) und kann ein vollständig erbautes Maori Meeting-House begehen; interaktiv lernt man über die Geschichte der Zuwanderung der Pazifischen Völker; man steht in einem Haus, welches gerade von einem Erdbeben erschüttert wird oder man verliert sich in einem der unzähligen, grandiosen Kurzfilme über die Natur und Geschichte Neuseelands.

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Sonderausstellung Gallipoli

Te Papa ist einfach großartig! Die derzeitige Sonderausstellung über Neuseelands Beteiligung am Ersten Weltkrieg namens „Gallipoli“ hat mehrere Preise erhalten und gilt als Golden Standard für zukünftige Ausstellungen. Unglaublicherweise haben wir Te Papa insgesamt 5mal bei freiem Eintritt besucht und konnten bis zum Schluss nicht genug bekommen. Tatjana hat dann sogar noch Sonderschichten im Café von Te Papa eingelegt, wo sie ihren Praktikumsbericht weitergeschrieben hat. Kurz um: Wir lieben Te Papa!

Genug geschwärmt! Was hat sich sonst noch so getan… Seit „Herr der Ringe“ ist Wellington total zur Filmstadt mit internationaler Glorie avanciert. Zeugen davon sind die unzähligen Kinos und auch die berühmten Filmstudios „Weta Cave“, die nicht nur für die Abenteuer in Mittelerde, sondern auch für andere Filmklassiker der Moderne die Requisiten bastelten. Avatar, Die Chroniken von Narnia, der Hobbit oder auch das Videospiel Halo griffen auf die detailgetreuen Masken, Fahrzeuge und Waffen der Kiwis zurück. Eine kleine Tour durch die Werkstätte bot atemberaubende Einblicke in die Welt des Kinos. Ein Fotoshooting gab es aus Copyright-Gründen leider nur zusammen mit den Bergtrollen im Vorgarten.

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Frische Hobbit-Füße aus der Silikon-Gießerei

Ein absolutes Highlight haben wir leider nur am Rande miterlebt, denn genau zu unserem Aufenthalt war die Rugby-Sommerserie „Sevens“ im Westpac-Stadion zu Gast. Nicht alleine die Tatsache, dass hier die besten Nationalteams der Welt aufeinandertreffen, macht es zu einem Spektakel der Sonderklasse. Es ist ein Fest der Zuschauer und so verkleidet sich halb Wellington ähnlich wie am Faschingsdienstag und stürmt sturzbesoffen das Rugby-Stadion. Einzig die unerschwinglichen Rest-Karten-Preise haben uns vor einer furiosen Teilnahme abgehalten. Anmerkung: Die „All Blacks“ haben „natürlich“ gewonnen.

Einen spannenden Ausflug habe ich dann auch noch ins Neuseeländische Parlament gemacht und sehr viel über die Geschichte und die politische Landschaft gelernt. Insgesamt ein wirklich spannender und lehrreicher Stopp auf unserer Weltreise. „Wellington – absolutely positively!“ So der Werbespruch… Wir sitzen nun bereits auf der Fähre zur Südinsel, wo wir einen weiteren Monat Kiwi-Luft atmen dürfen. Bis dahin KIA ORA! aus unserem Endless Summer!

HIER kommst du zu den passenden Wellington-Fotos!

Ein Kommentar zu “Te Papa of Wellington

  1. siegrid weitzer

    Vielen lieben Dank für den Bericht und die super Fotos. Wie immer 3x gelesen und wie immer 3x die Bestnote dafür. Weiterhin glückliche Tage meine Lieben. love mum

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