Endless Summer 2015

Über das Leben an der Gold Coast

Was zeichnet ein gutes Leben aus? Für viele mag es der Luxus in einem 5* Hotel sein. Wir haben es in einer Kleinstadt namens Burleigh Heads gefunden, fernab von Sorgen und Alltagsproblemen.Wie schon im letzten Beitrag erwähnt, geht es uns gut – richtig gut sogar! Doch warum geht es uns so gut? Neben den offensichtlichen Annehmlichkeiten wie einen Pool im eigenen Garten, 30 Grad, Sonnenschein, einen Strand vor der Haustüre usw. trägt vor allem unser inneres Gefühl wieder Kind zu sein, dazu bei, dass wir so glücklich sind. Die Hochzeitsvorbereitungen und Baupläne wurden zu Hause gelassen und so kommt es, dass wir sorgenfrei in den Tag starten mit der einzigen Überlegung: „Was möchte ich heute machen?“. Es gibt kein „Muss“ in unserem Tag – wir machen ausschließlich das, wozu wir gerade Lust haben.

Wir fühlen uns wieder wie Kinder, was wir auch besonders bei unserem Ausflug in die Air Factory ausleben konnten. In einer riesigen Lagerhalle voll mit den unterschiedlichsten Arten von Trampolinen tobten und alberten wir herum wie kleine Kinder; machten Slam-Dunks (so fühlte sich auch Uwe mal wie ein Riesen-Profi-Basketballer), sprangen 180s und 360s mit Softboards an unseren Beinen und rannten Wände hoch. Es war ein riesen Spaß – nur leider zeigte uns unser Körper am nächsten Tag, dass wir halt doch keine Kinder mehr sind!

Am Wochenende fuhren wir nach Byron Bay – die Stadt, in der wir eigentlich unser Monat an der Ostküste verbringen wollten. Da der erste Tag verregnet war, zog uns das Weihnachtsshopping in seinen Bann und wir kauften mehr ein, als wir auf unsere nächsten Flüge mitnehmen können. Aber wie es die Australier sehen würden: wir werden dafür schon noch eine Lösung finden… Am Abend gingen wir dann das erste Mal seit Langem wieder fort – was sich aber auch gleich nach dem ersten Bier bei mir zeigte. Die Stadt selbst begeisterte uns ja bei unserem ersten Besuch so sehr, dass wir dort unbedingt länger bleiben wollten. Diesmal empfanden wir es ein wenig „too much“. Für ein Wochenende war es super cool, aber auf Dauer wären uns diese shabby-chic Cafés mit all den barfuß-laufenden Menschen – entweder junge Hipster oder hängengebliebene Hippies – dann doch zu viel geworden. So waren wir nach dem Wochenende wieder froh, als wir in unser kleines, ruhiges und unspektakuläres Burleigh Waters zurückkehren konnten.

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Zwei Äffchen in der Tropical Fruit Farm

Unter der Woche unternahmen wir noch gemeinsam mit unserem Host Peter einen tollen Ausflug zur Tropical Fruit Farm. Dies ist unser Insider Tipp für Ausflüge an der Gold Coast! Ohne allzu hohe Erwartungen fuhren wir ins Hinterland zu dieser Obstplantage. Es stellte sich heraus, dass dieses 54 Hektar große Farmland eher einem kleinen Themenpark ähnelt, als einem Landwirtschaftsbetrieb. Der Ausflug startete mit einer Fruchtverkostung und dazugehöriger Erklärung der exotischen Früchte. Wir kosteten uns durch die seltensten und außergewöhnlichsten Früchte der Welt. So bestand eine Frucht zu 70% aus Zucker – nein, es war nicht Zuckerrohr sondern wirklich eine Frucht, die einer zermatschten Banane ähnlich sah. Es gibt sogar eine Schokoladen-Frucht – wieder nein, nicht Kakao –  hier vermischten wir diese Frucht mit Vanilleeis und es schmeckte tatsächlich nach Schokolade. Danach ging es mit dem Traktor über die Felder mit Zwischenstopp am Makadamia-Baum, bei dem wir Nüsse als kleinen Snack knackten. Über einen Streichelzoo ging es mit einem Boot einen Fluss entlang und wir endeten auf einer kleinen Insel mit einer Tschu-tschu Bahn. Hier ließ sich der 89-jährie Besitzer wohl ein wenig von Disneyland verleiten. Nachdem ich Uwe im HORSE-Ball geschlagen habe :-) neigte sich der Ausflug auch dem Ende zu und mit einem Zwischenstopp in Kingscliff traten wir dann die Heimreise an.

Was machen wir sonst noch so den ganzen Tag über? Viel schlafen…also wirklich, wenn wir eines zurzeit gut können, ist das Schlafen! Als ob wir den Schlaf der letzten Jahre nachholen müssten… Dann gehen wir nach wie vor fast täglich zum Yoga/Crossfit Training und seit kürzester Zeit haben wir das SUP-Board in der Garage entdeckt, das unsere Leidenschaft entfacht hat. Nachdem das mit dem Surfen nach wie vor nicht so richtig hinhaut, haben wir uns das SUP-Board von Peter geliehen und sind damit zum nur 2-Minuten-entfernten See marschiert. Ich hab hier das erste Mal SUP-Yoga ausprobiert – also das ist noch mal eine ganz andere Liga beim Yoga! Jegliche einbeinige Gleichgewichtshaltungen ließen mich sofort ins Wasser plumpsen. Aber Spaß hat’s trotzdem gemacht, also werden wir das auf alle Fälle weiterhin versuchen!

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SUP Yoga an unserem „Haus-See“

In den nächsten Tagen werden wir noch unsere Aussie-Christmas Gallerie fertigstellen und in den Weihnachtstagen posten. Dieses Weihnachten ist schon ganz seltsam für uns, so ohne Glühwein, Krampuslauf, Finger abfrieren und Blasenentzündung. Aber zum Glück gibt es eben auch diese Dinge, die wir nicht vermissen. :-)

Wir sind gespannt auf unser erstes gemeinsames Weihnachtsfest in Australien! Schönen 4. Adventsonntag aus unserem Endless Summer.

HIER geht es zur passenden Bilder-Gallerie!

2 Kommentare zu “Über das Leben an der Gold Coast

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