Endless Summer 2015

Welcome to New Zealand

Das Land der Kiwis und Maori erinnert uns überraschenderweise viel mehr an unsere Heimat, als erwartet. Nicht nur das Klima und die bergige Landschaft mit sattem Grün, sondern eher Kleinigkeiten lassen ein wenig Heimatgefühle aufkommen.

Die Realisierung, dass wir endlich wieder „in der Zivilisation“ angekommen sind, hat im Supermarkt begonnen, wo man endlich wieder Bier einkaufen kann und nicht extra dafür einen Liquor Store aufsuchen muss. Auch die Tatsache, dass es ein vernünftiges Mülltrennungs-System und chlorfreies Trinkwasser gibt, dass man nicht für jede VISA-Rechnung eine Zusatzpauschaule zahlen muss und dass man den Zapfhahn der Tankstelle nicht durchgehend gedrückt halten muss, sondern die praktische Klappe verwenden kann, all dies erinnert uns wieder eher an Mitteleuropa. Auch vom Wetter her kommt es sehr nahe an einen kalten, grauslichen Mai in Österreich nahe. Ein klassisches „Verkühl-Wetter“ wo die Sonne zwar schon ganze Kraft besitzt, die Luft jedoch noch kalt ist.

Und genau das haben Tati und ich wunderbar geschafft. In unserem kleinen Billigsdorfer-Zelt haben wir uns Dank schwerer Unwetter und nächtlicher Kälte ordentlich verkühlt. Kein Wunder beim „schlechtesten Sommer seit 27 Jahren“ laut Angaben eines Locals. Schuld daran sei ein Zyklonen-Jahr und auch viel Pech und so begleitet uns seit Ankunft in Auckland eher trauriges Wetter. Nach einem Tagestrip durch die größte Stadt Neuseelands, machten wir uns zu viert auf um die Northlands der Nordinsel zu erkunden.

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Matauri Bay im Regen

Einem „Insider-Tipp“ folgten wir bis sehr weit nördlich an die Ostküste, wo wir schließlich in die verschlafene Matauri-Bay kamen. Ein (wahrscheinlich bei Schönwetter) sehr schönes Fleckchen Erde, wo sich ein perfekter Surfstrand in eine sanfte Bucht legt – umgeben von kleinen vorgelagerten Inseln. Wenn es jedoch so aus Kübeln schüttet, dass man sprichwörtlich vom Zelt aus bis in den Ozean schwimmen kann, dann macht das Ganze leider keinen Spaß. Da war auch meine Geburtstagsfeier eher mau… Da auch der Griller geflutet wurde, gab es dann „Frankfurter“ als Geburtstags-Essen. Naja! Zumindest hatten wir zu viert auf engstem Raum im Campervan einen großen Spaß! Auf unseren weiteren Wegen zu den Kauri Bäumen und der „Bay of Islands“ begleitete uns der Regen noch, bis wir an der Tutukaka Küste endlich Sonnenschein gefunden haben.

Diese wunderschöne Küste – von National Geographics zu einer der schönsten der Welt gekürt – ist Ausgangspunkt für Ausflüge zu den „Poor Knights Islands“. Diesen Tagestrip, wo wir in Höhlen schnorchelten, mit dem Kayak fantastische Felsbögen erkundeten und am Ende die größte Meeres-Höhle der Welt erlebten, genossen wir bei wunderbarem Sonnenschein. Diesen brauchten nicht nur wir, sondern auch unser durchnässtes Equipment mehr als dringend.

Weiter ging es in einem 470km Auto-Marathon bis zur Coromandel-Küste, wo wir uns am „Hot Water Beach“ mit Schaufel und Spaten vergnügten. Wer sich dieses Spektakel bildlich vorstellen möchte, der sei auf die „Breaking Bad“ Folge verwiesen, wo einem Meth-Head ein Spaten in die Hand gedrückt wird… Ähnlich wie auf bewusstseins-erweiternden Drogen stehen hier hunderte Touristen nahe des Wassers im Sand und buddeln wie die Wilden auf der Suche nach den insgesamt zwei heißen Quellen direkt unter dem Sand. Einmal gefunden, kann man daraus einen kleinen Pool mit warmen/heißen Wasser schaufeln. Ganz große Touristen-Scheiße: Check!

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Coromandel Küste

Gleich in der Nähe haben wir dann noch die berühmte Cathedral Cove – eine riesige Felshöhle mit angeschlossener cooler Steinküste – besucht und wurden für den windigen Marsch mit abschließend gutem Wetter belohnt. Resümierend muss man sagen, dass unser Einstand zwar nicht der beste war, aber wir sind zuversichtlich, dass sich das noch in den nächsten Wochen ändern wird. Was sich wahrscheinlich nicht ändern wird, sind die UNGLAUBLICH hohen Preise hier in Neuseeland und der vergleichsweise schlechte Ausbau des portablen Internets – das ist auch der Grund warum unsere Updates etwas schleppend online gehen.

Als nächstes fahren wir zu den berühmten Surf-Stränden von Raglan, wo wir unsere Hobby-Surfkünste wieder unter Beweis stellen wollen. Bis dahin, liebste Kiwi-Grüße aus unserem Endless Summer!!

HIER kommst du zur ersten Neuseeland-Foto-Gallerie!

4 Kommentare zu “Welcome to New Zealand

  1. Silvia

    Wenn ihr Zeit habt noch ein kleiner Tipp! Von Auckland aus kann man mit der Fähre nach Waiheke Island fahren. Ne nette kleine Insel mit unzähligen einsamen Buchten und wunderschön zum Wandern!

    Und wenn ihr dann zur Südinsel kommt: Abel Tasman National Park – Hier kann man mehrtätig entlang wunderschöner Buchten wandern oder sich mit dem Wassertaxi zu einem der beliebten Campingplätzen dort bringen lassen.

  2. siegrid weitzer

    ach gott, ihr armen!
    schlechtes wetter und hohe preise! da könntet ihr ja gleich wieder nach hause kommen.
    aber es wird wieder besser. durchhalten .
    ganz liebe geburtstagstorte hast bekommen uwe. schön für dich.
    wir wünschen euch noch nette tage, besseres wetter und alles gute
    eure daheimgebliebenen.

    .

  3. Markus

    Hallo Ihr Zwei !
    Schade dass Ihr bei den Kiwis so schlechtes Wetter habt. Hoffentlich wir es bald wieder besser und Ihr könnt euren Aufenthalt länger genießen.
    Vielen Dank für die Karte, das hat uns wirklich gefreut. Auch wenn wir nicht ständig einen Kommentar hinterlassen, wir schauen ziemlich oft hier rein. Und das liegt nicht nur an dem bisschen Fernweh, das uns beim Lesen überkommt, sondern auch an der witzigen Schreibweise und euren tollen Erlebnissen. Wir freuen uns auch schon drauf, wenn Ihr wieder zurück seid und die Nachbarschaft vervollständigt.
    Viel Spass noch und weiter so.
    Liebe Grüße aus der „City“
    Silvia, Markus und Cristoph

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