Endless Summer 2015

Wild, wild, Westcoast!

Auf unserem Roadtrip auf der Südinsel Neuseelands haben wir zuerst den Weg Richtung Westen gewählt. Über die Transalpine Route ging es von Christchurch aus über den Arthur’s Pass in den wilden Westen.

Wieder voll aufgerüstet im bereits dritten Campervan der selben Marke und Ausstattung, sind wir von Christchurch aufgebrochen um den übrig gebliebenen Rest der Südinsel zu erkunden. Und da haben wir uns auch einiges vorgenommen, denn die Distanzen sind hier weit und die Straßen kurvig und bei den Streckenangaben von Google Maps kann man sich lediglich auf die Kilometer-Anzahl verlassen (die Fahrtzeiten sind mehr als eine milde Untertreibung). Dumm nur, wenn dann gleich auf den ersten 100km der Kühlschrank ausfällt und eine Ladung Rollsplitt die Frontscheibe zärtlich streichelt. Nach diesen kleineren Startproblemen haben wir es aber doch zu unserem ersten Stopp am wunderschönen Lake Pearson geschafft.

Dieser liegt ebenso auf der Transalpinen Route – von Ost nach West und umgekehrt – wie der unfassbar coole „Castle Hill“. Dieser gigantische Felspark aus Kalkstein-Brocken mitten im satten Grün der neuseeländischen Alpen lädt direkt zum kraxeln ein und war auch für die Maori seit jeher ein magischer Ort, an dem sie ihre Vorfahren ehrten. Weiter ging es vorbei am Startpunkt eines der irrsten Triathlons überhaupt, wo Athleten mit Kayak, Fahrrad und zu Fuß die gesamte Strecke bis nach Christchurch zurücklegten. Direkt am Arthur’s Pass bewunderten wir noch den Devil’s Punchbowl, einen mächtigen Wasserfall direkt auf der Passstraße und danach gingen in einem der Gebirgsbäche schwimmen. Brrrrrr!

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Castle Hill nähe Arthur’s Pass

Das Wetter hatte es sehr gut mit uns gemeint, denn auf der gesamten Überquerung, als auch die kommenden Tage an der Westküste hatten wir jeden Tag Sonnenschein pur. Angekommen am Tasmanischen Meer, sind wir etwas nördlich abgebogen um das Naturspektakel der Pancake Rocks zu sehen. Ein absolutes Must-Do im Westen! Hier formte das Meer über Jahrzehntausende eine derart lustige Felsformation, die wirklich aussieht, als wären hunderte dicke Pancakes (also Pfannkuchen) übereinander geschlichtet. Fantastisch! Passend dazu haben wir uns dann noch eine große Portion Pancakes im gegenüberliegenden Café gegönnt – Marketing 1A.

Der nächste Tag stand voll im Zeichen der Handarbeit: Vor dem Küsten-Bauernhaus von Steven und Robyn steht ein kleiner Schmiedeofen und jede Menge Bandschleifer und Bohrer. Zehn mutige junge Menschen versuchen sich darin, ihr eigenes Messer herzustellen – darunter auch wir! Jeder einzelne Arbeitsschritt vom Schmieden bis zum Polieren, wird von uns ausgeführt und von den strengen Augen von Steven kontrolliert (und bei Bedarf – und der war nicht zu klein) wurde unser Messer von ihm ausgebessert. Man könnte auch sagen: Wir haben unsere ganze Motivation und sämtliches Geschick aufgebracht um dieses Metallteil mit dem Holzgriff und Messing-Übergang herzustellen…. und Steven hat dann daraus noch ein Messer gezaubert. Wir hatten dabei aber wirklich viel Spaß und auch ständig das Gefühl, dass wir wirklich etwas Tolles produzieren. Dazwischen wurden wir noch mit Lunch, Axt-Werfen, einem Spaziergang mit Ponys und einer Riesenschaukel beschäftigt, während „der Meister“ noch zum Feinschliff überging. Nichts desto trotz war es ein wunderschöner Valentinstag für uns zwei und wir konnten einander am Ende des Tages zumindest ein lässiges Messer schenken. Das bisher mit Abstand „schärfste“ Valentins-Geschenk seit jeher.

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Axt-Werfen als Pause zum Messer schmieden

Auf dem Weg der Küste entlang Richtung Süden, haben wir uns auch noch die beiden Gletscher „Franz Josef“ und „Fox“ besichtigt, wobei sich der Anblick eher traurig als enthusiastisch gestaltete. Auf einer Abbildung konnte man sehen, wie weit der Gletscher noch vor etwa 20 Jahren reichte und der aktuelle Blick auf den winzigen Gletscherrand war eher beängstigend. Umso cooler war dafür der Besuch im Kiwi Sanctuary, wo wir die seltenste Kiwi-Art der Welt in einer Brutstation ganz nahe zu Gesicht bekommen haben. Insgesamt hat uns die rauhe Westküste aber irrsinnig gut gefallen und wir bleiben nach wie vor bei der Südinsel als unseren Favoriten.

Die nächste Reiseroute führt uns über Haast ins zentrale Bergland Richtung Queenstown. Die Vorzeichen stehen allerdings sehr schlecht, denn es ist eine massive Regenfront im Anmarsch auf die gesamte Südinsel und so richtig „Indoor“ ist nicht viel los hier… Wir werden sehen, wie sich die kommenden Tage so entwickeln!

Hier geht es zur aktuellen Bilder-Gallerie!

Bis dahin, liebe Grüße aus unserem Endless Summer!

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